Theatergruppe
Apr
Im Ehrenamt, in der Pflege, im Büro oder auf der Kanzel, in über 600 Berufen – Arbeit geschieht überall.
Doch Arbeit verändert sich: „Nichts ist so beständig wie der Wandel.“
Diese Veränderungen verlangen viel Flexibilität, oft auf Kosten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Arbeit ist keine Ware, mit der beliebig gehandelt werden darf – sie braucht Schutz und Wertschätzung. Löhne und Gehälter sichern die Existenz und sind Ausdruck von Würde.
Befristete Beschäftigungen, Leiharbeit und die Ausweitung von Werkverträgen führen zunehmend zu Unsicherheit und Ungerechtigkeit. Kirchen und Gewerkschaften treten am Tag der Arbeit auch für den „Sonntag der Seele“ ein: Denn im Mittelpunkt jeder Wertschöpfung steht der Mensch – in Beziehung zu seinen Mitmenschen und den natürlichen Lebensgrundlagen.
Recht und Notwendigkeit liegen in der Solidarität für gerechte und menschenwürdige Arbeit, die ein gutes Leben ermöglicht.
Arbeiterinnen und Arbeiter sind ihres Lohnes wert. Dennoch wird der Wert ihrer Arbeit in aktuellen Diskussionen oft kleingeredet – scheinbar zugunsten eines „Mehrwerts“, der am Ende doch vielen schadet. Als Christinnen und Christen sind wir aufgerufen, Ungerechtigkeit beim Namen zu nennen und uns für ihre Überwindung einzusetzen.
Wenn ich an das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg denke, wird deutlich: Für Jesus spielt es keine Rolle, wann jemand kommt – er freut sich über jede zupackende Hand in seinem Werk. Seine Botschaft bleibt: Du bist wertvoll und geliebt – jederzeit und überall.
Seien Sie behütet und achten Sie gut auf sich.
Franz Sauerteig, Diakon i.R.
franz.sauerteig@gmail.com