offener Treff und Hausaufgabenhilfe
Feb
Der Kirchengemeinderat (KGR) der Markus-Kirchengemeinde hat auf seiner Außentagung Ende Januar 2026 beschlossen, die Kindertagesstätte an der Dankeskirche sowie den Standort Dankeskirche zum 31. August 2026 aufzugeben. Diesen Entscheidungen ging ein langer und intensiver Prozess voraus.
Die Schließung der Kita an der Dankeskirche erfolgt ausschließlich aus wirtschaftlichen Gründen. 68 Kinder könnten betreut werden, aktuell sind es nur 48. Seit über einem Jahr ist insbesondere der Krippenbereich deutlich unterbelegt, eine Krippengruppe ist unbesetzt und es gibt kaum Nachfrage. Hinzu kommt ein erheblicher Sanierungsbedarf im Untergeschoss. Trotz intensiver Maßnahmen zur Verbesserung der Auslastung konnte die wirtschaftliche Situation nicht nachhaltig stabilisiert werden. Die Markus-Kirchengemeinde ist Trägerin einer weiteren größeren Kita in der Steglitzer Str.13, die bestehen bleiben wird und die einem Großteil der Kinder aus der Kita an der Dankeskirche einen Betreuungsplatz anbieten kann.
Die Aufgabe der Dankeskirche, die 1967 fertiggestellt wurde, steht im Zusammenhang mit langfristig sinkenden Mitgliederzahlen und steigenden Gebäude- und Sanierungskosten. In der Dankeskirche finden noch 14 -tägig Gottesdienste und regelmäßige kulturelle Veranstaltungen statt. Während die Gemeinde 2003 noch rund 6.300 Gemeindeglieder hatte, sind es 2025 etwa 3.500. Prognosen gehen von einem weiteren Rückgang aus. Der Kirchengemeindeverband Rahlstedt (KGV) als Eigentümer der Gebäude wird zukünftig keine finanziellen Mittel für Sanierungsmaßnahmen in den Standort Dankeskirche investieren. Die Markus-KG gibt das Kita-Gebäude und die Dankeskirche an den KGV zurück. Der KGV ist um eine Nachnutzung bemüht.
Am 22.2. fand in der Dankeskirche eine Gemeindeversammlung mit reger Beteiligung statt, auf der die sachlichen Hintergründe für die Aufgabe des Standortes Dankeskirche erläutert wurden. Pastorin Meers: „Ich bin dankbar, dass die Notwendigkeit und Alternativlosigkeit unserer schwerwiegenden Beschlüsse nachvollzogen werden konnten. Wir hoffen sehr, dass für unsere Gebäude eine gute Nachnutzung gefunden wird. Wir als Markus-Kirchengemeinde werden weiter durch Menschen im Stadtteil-Rahlstedt-Ost als Kirche sichtbar bleiben.“
Zum Hintergrund:
Diese Entscheidungen zur Aufgabe von Gebäuden stehen in vielen Gemeinden an. Kirche steht jetzt und in den nächsten Jahren vor weiteren großen Veränderungsprozessen. In den 60 er Jahren, in denen viele unserer Kirchen und Gemeindehäuser gebaut wurden, hatte die Kirche in Rahlstedt noch eine Kirchenmitgliedschaft von 80 %, heute liegt diese bei knapp 20%. Die vielen Gebäude aus den 60er Jahren erfordern Grundsanierungen mit hohen Kosten, zumal die kirchlichen Gebäude bis 2035 klimaneutral sein sollen. Neben den fehlenden finanziellen Ressourcen reichen die personellen Ressourcen schon jetzt nicht mehr aus, um alle Gebäude/Kirchen zu „bespielen“ und sie mit Leben zu füllen. Kirchengemeinden sind dabei, sich zu deutlich größeren Einheiten zusammenzuschließen, um in Zukunft noch handlungsfähig zu sein und gute, strahlfähige Angebote zu machen.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Vorsitzende des Kirchengemeinderates Pastorin Wiebke Meers unter der E-Mail wiebke.meers@markuskirchengemeinde.de .